Grußwort des Hessischen Sozialministers Kai Klose

Minister Kai Klose
Foto: © HMSI

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

jeder von uns kann durch einen Unfall, eine Krankheit, eine Behinderung oder aufgrund nachlassender geistiger Kräfte im Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbst regeln kann. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wer dann für Sie handeln und entscheiden wird?

Wenn Sie auf fremde Hilfe angewiesen sind, gibt es in allen Lebensbereichen eine ganze Reihe von Entscheidungen, die von anderen Menschen für Sie getroffen werden müssen. Auch wenn man, solange man jung und gesund ist, hieran nicht gern denkt, sollte man sich rechtzeitig mit der Situation einer möglichen eigenen Hilflosigkeit befassen. Unser Recht stellt für diesen Fall verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das vollständige Grußwort können Sie hier nachlesen.

Betreuungsrecht

Vorsorgevollmacht

Unterstützung durch einen Menschen Ihres Vertrauens

Weitere Informationen
Hände

Betreuungsverfügung

Ihre Vorgabe für das Betreuungsgericht

Weitere Informationen
Patientenverfuegung

Patientenverfügung

Ihre Vorkehrung für den medizinischen Ernstfall

Weitere Informationen
Justitia

Rechtliche Betreuung

Hilfen für Erwachsene bei Rechtsangelegenheiten

Weitere Informationen

Ehrenamtliche rechtliche Betreuerinnen oder Betreuer übernehmen eine wichtige Unterstützungsfunktion für Menschen in schwierigen Lebensphasen. Viele widmen sich dieser Aufgabe als Familienangehörige, häufig zusätzlich zur alltäglichen Begleitung oder Pflege der betroffenen Person. Andere wählen bewusst diese anspruchsvolle Tätigkeit im Rahmen ihres bürgerschaftlichen Engagements. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gibt allen ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern mit dem Praxisleitfaden eine Orientierungshilfe an die Hand, die mit den Aufgaben der rechtlichen Betreuung vertraut macht, die wichtigsten Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigt und auf typische Fragestellungen vorbereitet.

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Beschäftigte sowohl in der Altenpflege als auch in der Behindertenhilfe sowie Ärzte und ehrenamtlich oder beruflich im Betreuungsrecht Tätige sind auf eine gute Kooperation angewiesen, insbesondere, wenn es um Anträge für Betreute zur Genehmigung freiheitsentziehender Maßnahmen (Bettgitter, Gurte, Therapietische etc.) in stationären Einrichtungen der Alten- oder Behindertenhilfe geht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung und den im Hessischen Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen vom März 2012 aufgeführten Anforderungen zur Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen (FeM) wird deutlich, dass sich sowohl die Rechts- als auch die Pflegepraxis intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen muss.

Die Fortbildung wird in Kooperation mit den Bonifatiushaus Fulda angeboten. Aktuelle Terminhinweise finden Sie unter www.bonifatiushaus.de 

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Eine selbstbestimmte Lebensführung ist ein sehr hohes Gut. Über den Aufenthaltsort frei zu entscheiden und sich nach eigenen Vorstellungen frei zu bewegen, ist elementarer Ausdruck der menschlichen Freiheit. Sie gehört in allen Lebenslagen – unabhängig vom Alter und vom Grad der Hilfsbedürftigkeit – zu einer menschenwürdigen Alltagsgestaltung. Dieser Grundsatz ist auch im Hessischen Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen (HGBP) rechtlich verankert.

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